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Dienstag, 2. April 2024
Montag, 1. April 2024
DĂŒsseldorf wird Millionenstadt!

"DĂŒsseldorf ich liebe Dich" Hinkel-Familie - click:
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Diese Nachricht ĂŒberraschte selbst Insider: Im Ausschuss fĂŒr die Gebietsreform 2024 des NRW-Landtags haben sich die Vertreter der Regierungskoalition und der CDU-Fraktion auf eine Neuordnung der Gemeinden rund um die Landeshauptstadt verstĂ€ndigt.
Danach werden zum 1. Juni 2024 die bisher selbststĂ€ndigen Gemeinden Neuss, Ratingen, Erkrath und Hilden sowie Teile von Langenfeld nach DĂŒsseldorf eingemeindet.

Die Stadt Meerbusch wird aufgelöst; BĂŒderich kommt zu DĂŒsseldorf, die anderen Ortsteile werden Krefeld zugeschlagen. AuĂerdem werden Teile des Duisburger SĂŒdens sowie Gebiete rund um Haan/Gruiten und St.Peter/Zons ebenfalls zu DĂŒsseldorf Stadtgebiet. Nach aktuellem Stand der Einwohnerzahlen wird DĂŒsseldorf in etwas mehr als fĂŒnf Jahren also eine Millionenstadt.

Zieht man die Entwicklung der vergangenen Jahre in Betracht, dĂŒrfte „Neu-DĂŒsseldorf“ auf insgesamt rund 1,08 Millionen Bewohner kommen und damit Köln ĂŒbertreffen, das aktuell bei knapp 1,06 Millionen liegt. Gleichzeitig wĂŒrde die nordrhein-westfĂ€lische Landeshauptstadt auf Platz 4 der bevölkerungsreichsten GroĂstĂ€dte der Bundesrepublik springen. Da die Domstadt bereits alle umgebenden Gemeinden geschluckt hat, besteht fĂŒr Köln keine Möglichkeit zu kontern. Dazu OberbĂŒrgermeister Stephan Keller: „Es war nicht unser Ziel, Köln zu ĂŒberflĂŒgeln, sondern die wirtschaftliche Kraft des GroĂraums DĂŒsseldorf zu bĂŒndeln.“ Und ergĂ€nzt mit einem Augenzwinkern: „Neidisch sind immer nur die Kölner.“
Besonders umstritten: die Eingemeindung von Neuss, gegen die sich Stadt und Bevölkerung seit vielen Jahrzehnten wehren. Umso erstaunlicher, dass es ausgerechnet Ex-OB Herbert Napp war, der die Gesetzesvorlage unterstĂŒtzte. Sein Kommentar: „Wenn schon en NĂŒsser Jong die Fortuna trainiert, dann ist es an der Zeit, dass die beiden schönsten StĂ€dte am Rhein sich zusammentun.“ Dem Vernehmen nach werden vor allem die SchĂŒtzen der beiden StĂ€dte eng kooperieren.
● Auch offizielle Stellen der Stadt Köln und insbesondere OBin Reker blieben noch stumm.
Der Kölner Stadtanzeiger, der einst mit einem hĂ€mischen Artikel ĂŒber die Ernennung DĂŒsseldorfs zur Landeshauptstadt die ErzrivalitĂ€t zwischen den beiden GroĂstĂ€dten auslöste, ignorierte die Neuigkeit ganz, und auch der in Köln beheimatete WDR verschwieg den Beschluss des Landtagsausschusses. Nun muss der Landtag die Vorlage mit den Stimmen von CDU, SPD und GrĂŒnen zum Gesetz machen, damit die Vorbereitungen zur Umstrukturierung konkret in Angriff genommen werden können.
Nach dem Bekanntwerden der PlĂ€ne kam es in Meerbusch zu massiven Protesten wĂŒtender BĂŒrger. „Eine Mauer muss her“, skandierten rund 120 gut gekleideter Demonstranten vor dem BĂŒdericher Rathaus. Freude dagegen in Osterrath und Lank, deren Einwohner sich nie damit abgefunden hatten, Teil der Retortenstadt Meerbusch zu sein. In Ratingen blieben Reaktionen sowohl von offizieller, als auch von Seiten der Bewohner gĂ€nzlich aus. Ăhnlich sah es gestern in Hilden aus, wĂ€hrend die Stadtverwaltung von Erkrath Hunderte besorgter Anrufer registrierte. Im Fall von Langenfeld ist noch nicht völlig geklĂ€rt, welche Teile zu DĂŒsseldorf kommen und ob Leverkusen der Rest zugeschlagen wird.
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