Freitag, 3. Januar 2014

POSTILLON für Pulitzer-Preis?

http://www.der-postillon.com/2014/01/ex-kanzleramtsminister-ronald-pofalla.html

Als um 17 Uhr die Meldung verbreitet wurde, daß Pofallalla nun doch nicht Familie spielen wollte, sondern auf den eigens für ihn geschaffenen, äußerst lukrativen Vorstandsposten "Kontakte zur Politik" bei der Deutschen Bundesbahn wechseln werde, begann ich schon Satire-Munition zu sammeln und zu formulieren ...
Irgendwas wie "in vollen Zügen genießen" fiel mir ein, oder "er wird Mehdorn auch zum BERliner Großflughafen folgen und dort dann alles vom Tisch räumen", und überhaupt, was das wieder für ein schäbiges Gewürge und Geschacher zwischen Politik und Wirtschaft und Wirtschaft und Politik sei ...
Die weitere Recherche ergab durchaus Sinn (wenn auch fast immer mit dem gleichen Wortlaut) - siehe:
SPIEGELonline  /  RP-online  /  Saarbrücker Zeitung

Als ich dann jedoch auf eine meiner Lieblingsseiten beim Postillon (click Foto oben) die "EXKLUSIV-MELDUNG" las, kamen mir erste und zwar bedenkliche Zweifel.
Ich bin sehr sehr gespannt, auf das was morgen berichtet wird - und was wirklich wahr ist ...

Sollte es jedoch stimmen, werde ich keine Sekunde zögern, dem "Ich kann deine Fresse nicht mehr sehen"-Muttiküsser ein paar genüssliche Zeilen zu widmen.

Na dann mal HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH

































und DORIS zum RUNDEN ...
 











und dem Kollegen MICKI 
 


Was für ein Apfel-Theater

 dabei sieht es aus wie in der Uni-Mensa:


Bilder vom Jahreswechsel

ganz entspannt vom Gallberg in Ludenberg sah ich mir die Szenerie der "brennenden Stadt" an (aber mal ehrlich: solch ein totaler Überblick hat mich an Filme über Bombennächte im 2.Weltkrieg erinnert. Mag bekloppt klingen, aber mir ging es so.)
 
 auf die Straßen sollte man sich bis 1 Uhr besser nicht wagen (als Wagen)
die Ordnungshüter kontrollierten schon, ob die kleinen Kinder nicht auch die GROSSEN Böller zündeten:
 
 nahezu alle Taxen waren besetzt:
 
 Hier standen die Überreste der Böllerei wenigstens noch am Strassenrand:
 und sogar der Fast-Fooder hatte geschlossen - das kommt seehr selten vor:

 

Fahrgäste der Silvesternacht/Neujahr

Chris' "18 Euro 95-Fahrt"
Cordula

Die ersten im neuen Jahr: Christa & Günter
Maksim & Assia
http://www.youtube.com/watch?v=kP-KMoCNLUg
Katrin & Björn
 
 Mary & Andreas
 Ruth
 Thea & Ivo

Abschied aus dem Kloster

Fotografin Thea Weires zieht aus ihrer Klosterkirchen-Fotoatelier-Wohnung aus


 
 
 irgendwie süß ...

RATEBILD ... Tip 1


Mittwoch, 1. Januar 2014

So war's vor 100 Jahren an Silvester:

"Für die "gediegene Silvesterfeier im trauten Heim" empfiehlt es sich, noch ein paar Belustigungsartikel mitzunehmen, ein Tütchen Niespulver für zehn Pfennige. Oder einen blutigen Finger vielleicht, einen künstlichen, mit dem sich vortrefflich die Gattin erschrecken lässt. Damit's ein recht lustiger Abend wird."
siehe RP-Serie: "Düsseldorfer Geschichten"

Eine Hommage an den Silvesterwahnsinn

 ... oder - Kettenreaktion in Stenkelfeld 

"Freitag, 30. Dezember, 10:43 Uhr
Gut 37 Stunden vor dem Jahreswechsel lastet eine schier unerträgliche Spannung über der Siedlung Önkelstieg, dessen Bewohner der Stunde Null entgegenfiebern, um endlich losschlagen zu können.

10:46 Uhr
Ein an sich unbedeutender Zwischenfall wird sich noch bitter rächen. Nachdem sie in einem Stallgebäude ihres Kleingartens die Kaninchen versorgt hat, entreißt ein Windstoß der Rentnerin Erna B. die Schuppentür, die mit vernehmlichem Knall hinter Ihr zufällt. Von nun an überschlagen sich die Ereignisse...  ...  click: "Gießener Zeitung


click hier zur Hörversion auf "lustich.de"

Erstes, sehr exklusives RATEBILD in 2014


Das kurze Glück namens Licht

aus dem Dezember-Biograph als Ouvertüre von Hans Hoff:

"Wie schön ist diese Stadt, wenn sie erwacht. Wenn unten in den Straßen noch die Dunkelheit alles verschwimmen lässt, was nicht genügend beleuchtet wird. Wenn oben auf den Dächern schon erste Sonnenstrahlen die Schornsteine erst zartrosa, dann krassgelb färben. Darüber ein schüchternes Blau, das wie das Versprechen auf einen schönen Tag über der Stadt schwebt. Ja, es wird ein guter Tag. Dort oben lockt die Hoffnung. Irgendwann wird auch an diesem Dezembertag das Licht hinabstürzen in die Straßenschluchten, irgendwann werden die vereinsamten Restblätter in den geschundenen Bäumen noch einmal ganz kurz erglühen, so, als hätten sie ihre beste Zeit noch vor sich, so als wären sie nicht verdammt, erst zu sinken und dann am Straßenrand vor sich hin zu modern.
Es sind die dunklen Monate, die uns wieder empfindsam werden lassen fürs Restlicht. Erst der Mangel macht bewusst, was einmal da war und nun große Pause hat. Der Mensch schiebt sich derweil durchs Zwielicht, er trotzt dem Wind, der um die Ecken pfeift. Und er ist dankbar, wenn es hell wird. Langsam hell.
Zur Erhellung tragen große Flächen bei. Brachen, die noch nicht bebaut wurden, werden zu Lichtoasen, weil in ihnen das Licht Raum findet. Menschen bleiben dort stehen und sonnen sich. Nur für einen Moment, weil schon einen Augenblick später der Wind sie fortweht, sie weitertreibt in ihrem Trott, den sie Alltag nennen. Aber wenigstens den einen Moment hatten sie, das kurze Glück namens Licht.
Nun gibt es Menschen, die etwas gegen das Licht zu haben scheinen. Sie sagen nicht, dass sie etwas gegen das Licht haben. Das ist der Trick der großen Grauen. Sie sind unterwegs im Auftrag einer bösen Macht. Sie sind entsandt, den Menschen auch den letzten Rest an natürlichem Licht zu stehlen. Sie möchten das kleine Glück namens Licht töten. Sie sagen nicht töten. Sie sprechen von Entwicklung. Von Fortschritt. Von Wachstum.
Jeder weiß, dass jene, die immerzu von Wachstum sprechen, keine Idee haben vom wahren Leben. Sie behelfen sich mit uralten Ideologien, die schon lange widerlegt sind, die hier und da aber immer noch funktionieren, weil sie schnelle Ergebnisse zeitigen. Und weil die Menschen zu faul sind, immer wieder zu widersprechen. Natürlich dürfen die Menschen widersprechen. Wir leben ja in einer Demokratie. Aber man kann vom dauernden Widersprechen auch müde werden. Dann erlahmt der Widerstand, und die großen Grauen haben ihr Ziel erreicht. Sie haben halt Geduld und das Geld, die Sorgen der Mehrheit auszusitzen. Sie warten auf einen schwachen Moment. Dann macht es schnapp, und die Falle schließt sich. Dann wird gebaut.
Also heißt es wach bleiben. Einer muss immer aufpassen, dass die großen Grauen nicht noch mehr vom Licht stehlen. Immer wieder muss gesagt werden, dass es gerade die Lücken sind, die das Leben lebenswert machen. Wenn erst alles bebaut wird, ist der Dezember unerträglich. Wer will schon den ganzen Tag unter kaltem LED vegetieren. Wenn niemand die großen Grauen stoppt, dann kommen sie bald auf die Idee, dass der Rhein eine prima Wachstumsmöglichkeit bietet. Man könnte den Fluss doch überbauen. Man holt Frank O. Gehry, Daniel Libeskind und Renzo Piano herbei, und die setzen dann eine große Platte über den Fluss. Oben drauf kommen tolle Geschäfte. Vielleicht eine Douglas-Filiale, ein H&M-Ableger und ein bisschen Esprit.
Noch ist Zeit, den großen Grauen, die das Licht stehlen wollen, Einhalt zu gebieten. Bevölkert die Plätze, die noch Licht bieten! Macht euch breit, wo es schön ist! Beansprucht den Raum, der euch zusteht! Sonst ist am Ende alles dunkel, und die Stadt kann nicht mehr erwachen, weil es kein echtes Licht mehr gibt."
Hans Hoff
Chinesische Glückskeks am Neujahlstag sagt:
"Wer laufend gibt, der hat auch laufend."
oder: "Als je voordurend geeft, zul je voortdurend ontvangen" ... da versteh ich das holländisch besser als meine eigene Sprache

TAXIMANN in 01/2014

"Ein neues Leben kannst du nicht anfangen -
aber täglich einen neuen Tag"


Henry David Thoreau