Samstag, 20. Oktober 2018

Betr.: UBER vs TAXI ... oder besser umgekehrt

click zum Video "Fähsst du für Uber, Mann":
https://www.bild.de/bild-plus/regional/duesseldorf/duesseldorf-aktuell/schock-video-aus-duesseldorf-taxis-jagen-uber-auto-57907842,view=conversionToLogin.bild.html

TAXItimes berichtet wie folgt - click:

Vor einem Jahr noch fuhren selbst Innungs-Taxis mit UBER-Werbung herum. Aber so geht's auch nicht - click:
https://rp-online.de/nrw/staedte/duesseldorf/taxifahrer-stellen-uber-fahrern-nach_aid-33836853

Hierzu eine Stellungnahme von 'myTaxi' zur momentanen Auseinandersetzung:
"Fairer Wettbewerb   /     mytaxi für Rückkehrpflicht    
      Liebe Düsseldorfer Unternehmer und Fahrer,

Vertreter des Düsseldorfer Taxigewerbes haben mich darauf aufmerksam gemacht, dass der Artikel vom 13. Oktober in der Rheinischen Post (“mytaxi wirft Uber Ausbeutung vor”) im Hinblick auf die Rückkehrpflicht der Mietwagen zur Betriebsstätte kontrovers aufgefasst wurde. Hierzu möchte ich gerne Stellung beziehen.
Ich werde in dem Artikel korrekt zitiert:
„Es braucht gleiche Wettbewerbsbedingungen“, sagt Mönch. Er plädiert dafür, nicht mehr zwischen Mietwagen und Taxis zu unterscheiden. „Mit der heutigen Technologie, mit der wir einen Mietwagen ad-hoc vermitteln können, macht die Unterscheidung keinen Sinn. Wir müssen zu einem neu definierten Taxigewerbe kommen.“

Damit beziehe ich mich auf den Vertrag der Großen Koalition. Hier heißt es: “Neue plattformbasierte digitale Mobilitätsangebote brauchen eine rechtssichere Grundlage für ihre Zulassung. Dabei achten wir darauf, dass ein fairer Ausgleich (ein sogenanntes “level playing field”) zwischen den unterschiedlichen Beförderungsformen gewahrt bleibt.”

Es wird also ein fairer Wettbewerb zwischen Taxis und Mietwagen gefordert.    
            mytaxi setzt sich für den Erhalt der Rückkehrpflicht ein. Denn ein Wegfall der Rückkehrpflicht würde weitreichend Folgen haben:
1. Die Anzahl der Mietwagenkonzessionen steigt sprunghaft an. Die Fahrzeuge fahren in die Städte, werden sich dort frei bewegen und öffentlichen Parkraum belegen. Das bedeutet: mehr Verkehr und höhere Luftverschmutzung.
2. Mietwagen könnten im nächsten Schritt ebenfalls Halteplätze bekommen, um dem hohen Verkehrsaufkommen und schlechter Luftqualität entgegenzuwirken.
3. In der Folge werden sich Fahrgäste für längere Touren einen Mietwagen nehmen (Preisvorteil), während dem Taxigewerbe (Tarifpflicht) die kurzen Touren bleiben. Aber ohne die Mischkalkulation ist das Taxigewerbe in seiner Existenz bedroht!
4. Um einen fairen Ausgleich herbeizuführen, müsste man also beiden Verkehrsarten das gleiche Tarifmodell verordnen, z.B. einen Korridor mit Preisober- und -untergrenze. Innerhalb des Korridors können verschiedene Angebote entstehen, etwa Premiumflotten oder Festpreise.
5. Am Ende stünden “nur” noch die Mehrwertsteuersätze, die Beförderungs- und die Betriebspflicht zur Diskussion.    
      Wie Sie an meinem Beispiel sehen können, ist es mit großen Herausforderungen verbunden, einen fairen Wettbewerb zu schaffen. Eine Aufhebung der Rückkehrpflicht hätte weitreichende Folgen. Deshalb nochmals: Wir sprechen uns ganz klar gegen eine unbedachte Abschaffung der Rückkehrpflicht aus! Diese klare Position haben wir bereits an zahlreichen Stellen in der Bundespolitik vorgetragen.

Wenn sich der Gesetzgeber allerdings gegen die Rückkehrpflicht aussprechen sollte, ist es am Ende die fairste Lösung, wenn das Mietwagengewerbe in ein modernisiertes Taxigewerbe überführt wird. Die Gesellschaft benötigt keine zwei Verkehrsarten, die gleichen Service zu unterschiedlichen gesetzlichen Rahmenbedingungen anbieten.

Sollten Sie weitere Fragen zu diesem oder anderen Themen haben, schreiben Sie uns gerne an zukunft@mytaxi.com.    
Schöne Grüße
Alexander Mönch"



"Der Düsseldorfer Taximarkt ist gesättigt" - click:

http://rp-epaper.s4p-iapps.com/artikel/816291/40519847

Mittlerweile kursiert auch eine "Fair-play-App" unter den Taxifahrern. die das einfache Melden von Rechtsverstößen durch Mietwagenfahrer ermöglicht: "btMv". Hiermit können Verstöße dokumentiert und an den BerlinerTaxiVerband gemeldet werden, der dieses prüft, sammelt und dann mit juristischer Unterstützung zur Klage einreicht:

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